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Es
war ein mal ein Land, da war es sehr kalt. Die
Bewohner trugen mehrere Pelze übereinander,
so dass sie sich kaum mehr bewegen konnten,
und die Mützen drückten sie so tief
ins Gesicht, dass sie einander kaum noch wahrnahmen.
Einer nach dem anderen fiel in einen tiefen
Winterschlaf.
Nur die Prinzessin blieb wach und sah jeden
Tag nach, ob es wohl endlich taute.
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Noch
jemand konnte nicht schlafen: Milan!
Er hoffte jeden Tag einen Blick auf die Prinzessin
zu erhaschen, und wenn es gelang, dann freute
er sich.
Doch
die Prinzessin sah immer so traurig aus, und
Milan wollte sie doch glücklich sehen.
Da kam er auf die Idee, ihr Thermometer anzuhauchen,
so dass es 3 Grad wärmer zeigte.
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Die
Prinzessin glaubte tatsächlich, dass es
wärmer geworden war. Sie freute sich so
sehr, dass sie allen Bewohnern von der Neuigkeit
berichten wollte.
Da Milan als einziger wachgeblieben war, sollte
er ihr dabei helfen.
Er
hätte ihr sagen müssen, was er getan
hatte, aber er konnte nicht, sie wäre furchtbar
enttäuscht gewesen.
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Als
erstes gruben sie die Bibliothek aus dem Schnee
und erfuhren, dass einst ein Drache das Land
beschützte. Doch weil die Menschen ihn
vergaßen, zog er sich in eine Höhle
zurück und behielt sein Drachenfeuer für
sich. Seitdem war es kalt geworden.
Wenn es jetzt also wirklich taute, musste jemand
den Drachen besiegt haben.
Die Prinzessin bat Milan, diesen Helden zu finden,
damit sie ihn belohnen konnte.
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Was
blieb Milan anderes übrig, als sich auf
den Weg zu machen um selbst das Drachenfeuer
zu holen. Aber er wusste nicht, wie man kämpft,
schon gar nicht gegen einen Drachen.
Unterwegs traf er auf den Krieger Korf und beschloss
sein Lehrling zu werden. Da Milan zu klein war,
ihm die Waffen hinterher zu tragen, wie es sich
für einen Knappen gehört, lehnte der
Krieger ab, ihn zu unterrichten.
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Hastig
erzählte Milan vom Drachen und versprach
Korf die Belohnung, welche die Prinzessin dem
Helden schenken wollte.
Leider
war es nicht so einfach ein Schwert zu führen,
besonders wenn es doppelt so lang war, wie man
selbst und so schwer, dass man nicht einmal
schaffte, den Griff anzuheben.
Außerdem konnten sie schlecht üben,
da immer nur einer die Waffe besaß.
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Milan
bauchte ein eigenes Schwert, eins, das zu ihm
passte. Die Prinzessin hatte ihm eine Drachme
für die Reise mitgegeben.
Damit begab er sich zu Menkenke, dem Waffenhändler
und erstand ein Küchenmes... nein, ein
Platzspar-Schwert.
Menkenke sah davon ab, den spannenden Drachenkampf
mitansehen zu wollen. Eine Drachenhöhle
ist eng, da gab es nur Plätze in der ersten
Reihe, und das war ihm zu nah.
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Auf
dem Waldweg entdeckte Milan Drachenwurz, und
im Nebel glaubte er Drachengold glimmen zu sehen.
Er musste schon ganz in der Nähe sein.
Hier lebte eine alte Frau, die den Drachen schon
als kleines Mädchen gekannt hatte. Damals
war er über den Himmel geflogen wie ein
Komet und spuckte Sternschnuppen. Die Alte veriet
ihm, dass Drachenfeuer verheerend ist, aber
es konnte auch wärmen, wenn der Drache
lacht. Natürlich wusste sie ebenfalls,
wo er sich verkrochen hatte.
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Vorsichtig
schlich Milan in die Drachenhöhle hinein.
Der Drache war riesig! Viel zu groß! Sogar
Korf war vor diesem Ungeheuer geflüchtet.
Vor Schreck ließ Milan sein Schwert fallen.
"Wenn du nicht kämpfen willst, was
willst du dann", fragte der Drache, und
Milan erzählte ihm von der Kälte,
der Prinzessin und auch, dass er ihr Thermometer
angehaucht hatte.
Der Drache gluckste. Es rumpelte in seinem Bauch,
und das Gelächter wollte ihm feurig aus
dem Maul kullern.
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Aber
es ging nicht, es steckte fest. Er hatte viel
zu lange kein Feuer mehr gespuckt. "Du
musst es holen", sagte er und öffnete
den Schlund. Zögernd krabbelte Milan hinein.
Als er seine Hand wieder herauszog, war sie
voller Drachenfeuer.
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Glücklich
eilte er nach Hause zurück.
"Sieh, was ich dir mitgebracht habe: eine
Hand voll Drachenfeuer. Jetzt wird es bald wieder
warm bei uns werden."
Es
sah fast so aus, als hätte er eine Sternschnuppe
gefangen.
Da konnten sich die beiden etwas wünschen
- aber was sie sich wünschten, das verrieten
sie nicht ...
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