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Die
kleine Meerjungfrau
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Schon lange träumt die kleine Meerjungfrau davon, die Welt über
dem Meeresspiegel kennenzulernen, und als es endlich soweit ist,
findet sie alles viel schöner, als sie es sich je vorgestellt hatte.
Sie mag die Menschen, und am liebsten mag sie den Prinzen, so sehr,
daß sie ihn vor dem Ertrinken rettet. Sie möchte immer mit ihm zusammen
sein, und da er ihr nicht auf den Meeresgrund folgen kann, beschließt
sie, ihre Stimme für ein Paar Beine hinzugeben.
Der Prinz nimmt sie an seinem Hofe auf, er lacht und tanzt mit ihr,
wie mit einer Schwester. Seine
wahre Liebe gilt jedoch einem Menschenmädchen. Die kleine Meerjungfrau
kann ihn nicht für sich gewinnen, sie ist nicht wie er, sie passen
nicht wirklich zusammen. An seinem Hochzeitstag muß sie zu Meerschaum
werden. Nur wenn der Prinz an ihrer Stelle sterben würde, könnte
sie ihr früheres Leben wieder aufnehmen.
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Doch
wie sollte die kleine Meerjungfrau ohne ihn weiterleben? Sie möchte
ihn doch glücklich sehen. Entschlossen verschmäht sie das Messer
des Meereskönigs und stürzt sich in die Fluten. Meerschaum
ist sie nun, über und unter Wasser zugleich, auf allen Gewässern,
an allen Stränden. Doch
wenn der Prinzen am Strand spazieren geht, dann kitzelt sie ihn
an den Füßen.
Für
uns birgt die Geschichte einen tiefen positiven Sinn. Sie erzählt
von Möglichkeiten, Grenzen zu überschreiten, über
sich selbst hinaus zu wachsen, und von der Freiheit, loslassen zu
können. Nicht
der Tod erwartet die kleine Meerjungfrau für ihren Verzicht,
sie wird zu Meerschaum, zu funkelnder Gischt. Von nun an kann sie
über und unter Wasser zugleich anwesend sein, in einer neuen,
umfassenderen Welt.
Musik-
und Lichtstimmungen haben einen großen Anteil in der Inzenierung,
und auch dieses Mal mischen wir Figurentheater und Schauspiel.
Die Hauptfigur wird teilweise sogar zu zweit gespielt. Besonders
reizvoll ist diese Technik, wenn die kleine Meerjungfrau auf
den ungewohnten Beinen gehen lernt... |
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