Eine Hand voll Drachenfeuer

Entstehung

Drachenlied

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Dachauer Nachrichten
01.03.2005

Fantasie und Wortwitz
Brillantes Kindertheater weckt Wunsch nach mehr
Von Dr. Bärbel Floss
 

Dachau - Wohl mit die besten Macher guten Kindertheaters sind das Ehepaar Maren und Willi Winter aus Cronskamp. Sie machten beim Dachauer Leierkasten eine Stippvisite und brachten das Spiel "Eine Hand voll Drachenfeuer" zur Aufführung. Mit brillanter Inszenierung, fantastischem Wortwitz und Wortspiel begeisterten sie die kleinen und großen Leute.
Einfühlsamer und spannungsreicher kann Kindertheater nicht sein.

Da will man weder "verduften" noch" eine Fliege machen", noch "das Weite suchen" oder einfach "weggehen", wie ein Knirps aus dem Publikum in der Suche nach der Identifizierung mit dem Helden des Stücks, dem mutigen Milan, spontan bemerkte, sondern sich der Sache (im Theaterstück der Drache) stellen.


KINDERLEIERKASTEN
Mit der fantasievollen Geschichte wird es leicht gemacht, über Angst und Mut zu reden. Dem Ehepaar ist ein psychologisches Meisterwerk gelungen, dessen exzellente Bearbeitung fürwahr oscarverdächtig ist. Die Bilder auf der Bühne wechselten in rascher Folge. Wenige Handgriffe genügten, um aus frostigen Eisbergen eine grüne Landschaft und aus einer grünen Landschaft eine feuerrote Drachenhöhle zu formieren. Indem Maren und Willi Winter nicht nur als Puppenspieler agierten, sondern auch und gerade als Schauspieler auftraten, wurde die fantastische Welt um Milan und der schönen Prinzessin Misunde indessen auf reale Ebenen transportiert.



Der vollbärtige Willi Winter als Krieger Korf, der mit Milan zur Drachenhöhle geht und mit ihm auch mal um ein Würstchen mit Senf krakelt oder als Waffenhändler Menkenke, der Milan ein simples Küchenmesser als ein "Platzsparschwert" verkauft, war auch einfach zu gut ...

Willi Winter, der über eine Gesangs-ausbildung verfügt, hat Musik und Lieder zum Stück selbst geschrieben, wie auch Maren Winter die grazilen Figuren und die originellen Bühnenbilder selbst geschaffen hat, die beidsam, auf das Wesentliche reduziert, in Prägnanz und Poesie gefielen.
Da passte es nur allzu gut, dass der Drache, dem Milan begegnete, auch kein Feuer spie, sondern einen Stein im Schaumstoffmaul hatte, der "glitzerte" und "kitzelte" und irgendwie einer Sternschnuppe glich. Klar, dass Milan sich wünschte, dass die Prinzessin nicht mehr traurig ist und klar auch, dass dieser Wunsch in Erfüllung ging. Wie sich auch hoffentlich der Wunsch vieler Kinder und Erwachsener erfüllen möge: dass das Ehepaar Maren und Willi Winter bald mal wieder in Dachau spielt.

 


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