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"Das
Geheimnis der Orgel" ergründete das Puppentheater Winter gemeinsam
mit einer Horde kleiner Zuschauer auf
"Los Mozos` Kleiner Bühne" in
der Meidericher Grundschule Brückelstraße.
Das
Kindermusical rund um das Kircheninstrument stammt aus der Feder
des in Finnland lebenden Ehepaares Maren und Willi Winter, auch
die Puppen sowie Kulissen sind von beiden selbst angefertigt
worden. Zur Story: Während einer ihrer Orgelsessions entdecken
der liebenswerte Organist Herr Schröder (Willi Winter) und seine
Katze Pizzicato einen schrecklichen Misston. Um diesen zu beseitigen,
unternehmen beide eine abenteuerliche Reise ins Innere des Instruments,
um den Ohrwurm um Hilfe zu bitten.
Was beide nicht wissen:
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In
ihrem "Orgelschloss" haust die Maus Agathe, die heimlich eine
Katzenschreckmaschine baut und den fiesen Ton in eine der Pfeifen
gestopft hat. Maren Winter lieh Maus, Katze und Ohrwurm ihre
Stimme, auf ihr Konto gehen ebenfalls die gelungenen Figuren.
Gesungen wurde nicht nur auf, sondern auch vor der Bühne. Mit
viel Engagement füllten die Zuschauer das "Liedermeer" auf,
sie klatschten und sangen sogar unaufgefordert die ihnen bisher
unbekannten Kompositionen Winters mit. Wahre Gefühlsstürme entluden
sich, wenn es galt die Maus vor der drohenden Gefahr zu warnen.
Doch natürlich wurde Agathe nicht gefressen oder vertrieben,
sondern schloss Freundschaft mit der trägen und ängstlichen
Pizzicato. Spielerisch lernten die Kleinen die Funktion der
Register kennen, außerdem erfuhren sie, dass man mit einem Resonanzkasten
ordentlich Krach machen kann. Mit ihrer phantastischen Geschichte
irgendwo zwischen "Momo" und "Ein Feuerwerk für den Fuchs" begeisterte
das Ehepaar nicht nur Dreijährige. nele
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15.12.1999 Ludwigshafen
MÄUSEJAGD
IM PFEIFENWALD
"Kikos"
Kinderkonzerte in der Philharmonie lösen "Geheimnis der Orgel"
Von unserer Mitarbeiterin
Heike Marx |
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In
"Kikos" Kinderkonzerten in der Ludwigshafener Philharmonie gab
es für die Allerjüngsten diemal kein Konzert, sondern ein Figurentheater
über Musik. Maren und Willi Winter haben ihren Theatersitz in
Finnland.Dort bereiten sie die Geschichten vor, mit denen sie
dann in Deutschland auf Tournee gehen. Aus Abfallmatereialien,
wie Pappe, Holz und Schaumstoff, bauen sie Bühnenbilder, die
im Licht einen so märchenhaften Zauber entfalten wie in der
Geschichte über "Das Geheimnis der Orgel". Und da Willi Winter
Musiker ist, spielt die Musik in ihren Geschichten eine ganz
wichtige Rolle. Beim "Geheimnis der Orgel" die wichtigste überhaupt.
Die Orgel sieht prächtig und majestätisch aus. Wie ein Schloss,
findet die Maus Agathe, und deshalb will sie darin wohnen und
nie, nie wieder ausziehen. Da kommt Herr Schröder, der Organist,
mit seiner Katze Pizzicato zum täglichen Orgelspiel. Pizzicato
ist gerade sanft eingeschlafen, da dröhnt und scheppert es in
den Pfeifen. Agathe hat einen falschen Ton hineingestopft, denn
diesmal will sie nicht klein und furchtsam vor der Katze davonlaufen,
sondern diese mit Getöse in die Flucht schlagen . Herrn Schröder
bleibt nichts anderes übrig, als den falschen Ton zu suchen,
und dazu begibt er sich auf einen abenteuerliche Reise in das
Innere der Orgel.
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Das
Orgelschloss öffnet sich und gibt eine wundersame Welt frei.
Herr Schröder kennt deren Geheimnisse, jedenfalls die meisten,
doch für Pizzicato - und die Kinder - gibt es viel zu entdecken
und zu erleben.
Durch den Pfeifenwald gelangen sie an einen leeren Kasten, der
alle Töne lauter macht; da ist der falsche Ton nicht drin. Das
Liedermeer ist ausgetrocknet. Erst nachdem die Kinder es mit
Weihnachtsliedern gefüllt haben, können die beiden hindurch.
Dabei wird Pizzicato zum begeisterten Schwimmer, weil das Meer
gar nicht nass ist.
Der Ohrwurm hat den gräulichen, falschen Ton auch gehört. Er
war ganz tief; also kann er hier nicht sein, wo es nur kurze
Pfeifen gibt. Um dem Treiben auf die Spur zu kommen, muss der
eigentlich ängstliche Pizzicato durch den engen Windkanal und
wird davongeweht, wie vorherzusehen war. Aber keine Angst: Alles
geht gut aus. Da hat Agathe doch wahrhaftig aus dem leeren Kasten
eine Krach-Krawall-Katzenschreck-Maschine gebaut, dabei mag
Pizzicato nur Katzenfutter und denkt überhaupt nicht ans Mäusejagen.
Nichts wie weg mit dem falschen Ton, damit die Orgel wieder
so schön klingt wie frühewr und alle fröhlich sind. Ruhig, märchenhaft
und eingängig erzählt die Geschichte von der Wunderwelt der
Musik.
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Lingener
Tagespost
25.09.2001
Geheimnis
von der Maus in der Orgel
Theater
Winter: Kinder-Musical zum Mitmachen im "Professorenhaus"
Von Elisabeth
Tondera
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Eine
Maus in der Orgel kann ganz schönes Unheil anrichten. Daraus
ergeben sich allerdings nicht selten sehr positive Überraschungen.
Das weltbekannte Weihnachtslied "Stille Nacht" soll seine Entstehung
einer Maus verdanken. Ähnliches geschieht in dem Kinder-Musical
"Das Geheimnis der Orgel", das im "Professorenhaus" zu sehen
war. Das Theater Winter spielte die lustige Geschichte vor vollem
Haus und begeisterten Kindern. In dieser Inszenierung ist alles
auf das Wahrnehmungsvermögen der jungen Zuschauer und auf ihre
Mitmachbereitschaft ausgerichtet.
Wenn es zu Beginn der Aufführung ganz dunkel wird im Saal und
eine kleine Maus zwischen die Zuschauer gerät, ist das Interesse
geweckt. Die Kinder sind auf der Seite der Maus, die nach einem
Versteck sucht, und es in einer riesigen Orgel findet. Diese
Orgel nimmt die gesasmte Bühne ein und beherrscht das Stück.
Denn die Maus schafft es, einen falschen Ton in eine Pfeife
hineinzuschmuggeln und alles durcheinander zu bringen. Als nämlich
der Organist mit seiner Katze erscheint und das Lieblingslied
der beiden spielen will, gibt es nur Misstöne zu hören.
Der Rest der Handlung ist sehr einfach. Damit die Orgel nicht
mehr das Ohr beleidigt, muss der Ursache der Störung nachgegangen
werden. Der Organist begibt sich in Begleitung seiner Katze
in das Innere der Orgel, sie finden dort das ausgetrocknete
Liedermeer, das sie mithilfe der Kinder wieder mit Musik füllen,
aber den Übeltäter entdecken sie nicht. Dieser stellt sich schließlich
freiwillig und freundet sich sogar mit der Katze an.
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An
dem frühlichen Ausklang sind die Kinder wieder kräftig beteiligt.
Sie würden noch länger singen und klatschen, aber jedes Stück
ist einmal zu Ende.
So schlicht wie die Handlung ist auch die Inszenierung. Die
zwei Puppenfiguren (Maus und Katze) werden abwechselnd von Maren
und Willi Winter geführt und treten im Wechselspiel mit dem
menschlichen Darsteller (Organist) auf. Mit den beiden Puppen
sind Identifikationsfiguren für die Kinder geschaffen worden,
und mit deren Hilfe gelingt es, musikalische Inhalte zu vermitteln.
Das ist die Hauptabsicht der Inszenierung. Eine einfache melodie
wird angespielt an die die Kinder sich später erinnern sollen,
und mitten im Spiel werden sie dazu gebracht, von sich aus Lieder
zu singen. Für das ausgetrocknete Liedermeer werden nämlich
Lieder benötigt, und als der Organist ratlos überlegt, was er
tuns soll, schlät ein Kind im Saal vor: "Sollen wir dir helfen?"
Die Beteiligung des Publikums gehört zum Konzept. Zwischedurch
verrät der Spieler den Kindern wie nebenbei einige musikalische
Inhalte. Sie erfahren, was ein Dreiklang ist und was ein Resonanzboden
bewirkt, sie bekommen mit, wie eine Stimmgabel funktionbiert
und wofür Register an der Orgel "gut sind". Alles in allem ist
es eine vergnügliche und turbulente Veranstaltung.
IN DER ORGEL gibt es jede Menge Platz: Das Theater Winter spielte
im "Professorenhaus" das Kinder-Musical mit Puppen "Das Geheimnis
der Orgel".
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