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BAUERN - FREIE BAUERN

Freie Bauern waren die Eigentümer ihres mehr oder weniger großen Landes oder Vasallen, die ein kleines Lehen erhalten hatten. Klimatische Katastrophen trafen gerade diese Gruppe hart, denn die Durchschnittsgröße von 30-60 Hektar reichte nicht, Vorratswirtschaft über einen Winter hinaus zu treiben.
Die meisten sahen sich nicht in der Lage Krieger auf ihren Höfen zu halten, und waren deshalb feindlichen Übergriffen hilflos ausgeliefert.

Außer dem Kirchenzehnt waren sie zwar keine Abgaben schuldig, doch jeder Freie, dem drei bis fünf mansi zu Verfügung standen, unterlag dem Heerbann und er musste selbst für seine Ausrüstung sorgen. Wer weniger als drei mansi bewirtschaftete, sollte sich mit einem oder mehreren Nachbarn zusammen tun und einen Mann ausstatten. Dieser Militärdienst wurde oft eingefordert, besonders im Frühjahr oder im Sommer, wenn auf den Feldern die meiste Arbeit anfiel. Ungünstiges Wetter und schlechte Ernten taten ein Übriges einzelne Bauern verarmen zu lassen.

Die Quellen sprechen häufig das Problem der "armen Freien" an. Oft verschuldeten sie sich, sahen sich irgendwann gezwungen ihr Land zu verkaufen und gerieten selbst in die Abhängigkeit.