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ALLTAG - HANDWERK

Karl der Große beschreibt im "Capitulare de villis" welche Handwerker zu einem wohl ausgestatteten Hof gehören sollten:
Grob-, Gold- und Silberschmiede, Schuster, Drechsler, Stellmacher, Schildmacher, Fischer, Falkner, Seifensieder, Brauer - Leute, die Bier, Apfel- und Birnenmost oder andere gute Getränke zu bereiten verstehen -, Bäcker, die Semmeln backen, Netzmacher, die Netze für die Jagd, für Fisch- und Vogelfang zu fertigen wissen
."
Ferner gab es Pfründer, die Bienen warteten, Töpfer und natürlich Müller.

Besonderes erwartete Karl von den Wagenbauern: "Unser Fuhrwerk, das für den Krieg bestimmt ist, soll aus gut gebauten Kriegskarren bestehen. Die Wagendächer sind gehörig mit Häuten zu beziehen und so zu vernähen, dass die Karren notfalls auch vollbeladen Flüsse durchqueren können, ohne dass Wasser eindringen kann, und unser Eigentum, wie gefordert, unversehrt hinüber kommt. Endlich ist jedem Karren Schild, Lanze, Köcher und Bogen beizugeben."

Die Frauen arbeiteten in speziellen Häusern und widmeten sich vor allem der Herstellung von Textilien. Auch für diese bestimmte Karl: "Unsere Frauenarbeitshäuser, Werkstuben, gedeckte Schuppen oder Webkeller sind in guter Ordnung zu halten. Ringsum sollen sie mit starken Zäunen umgeben sein und feste Türen haben, damit die Frauen die Arbeiten für uns ungestört durchführen können."