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LITERATUR
- Hildebrandlied
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Das
Hildebrandlied ist wohl schon um die Zeit der Völkerwanderung
entstanden und wurde ursprünglich mündlich überliefert.
Die christianisierte Aufzeichnung des
Liedes
um 830
stammt aus Fulda. Es wurde in Stabreimen verfasst und auf
die erste und letzte Seite eines
theologischen Werkes geschrieben.
Vermutlich waren zwei verschiedene Personen an der Aufzeichnung
beteiligt, die Schrift weist die angelsächsische
sowie die karolingische Minuskel auf.
Eventuell
benutzte man es zur Missionsarbeit. Die schriftliche Fixierung
könnte auch auf die Sammeltätigkeit Karls des Großen
zurückzuführen sein.
Das Hildebrandlied ist die einzige erhaltene Aufzeichnung
einer germanischen Heldendichtung.
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Inhalt:
Der Waffenmeister Hiltibrand hatte sein Weib und seinen neugeborenen
Sohn verlassen müssen, um seinem Herrn Theoderich ins feindliche
Hunnenland zu folgen. In seiner Heimat wuchs der Knabe Hadubrand
heran, und entwickelte sich zu einem mutigen Jüngling.
Viele Jahre später erst kehrte der alte Krieger nach Hause
zurück. Sein Sohn sah die Armreifen aus Feindesland und hielt
den Vater für einen Hunnen. Er forderte ihn zum Kampfe ...
... der Schluss dieser dramatischen Dichtung ist leider nicht überliefert.
Ik gihorta dat seggen,
ðat sih urhettun ænon muotin,
Hiltibrant enti Haðubrant untar heriun tuem.
sunufatarungo iro saro rihtun,
garutun sê iro guðhamun, gurtun sih iro suert ana,
helidos, ubar hringa do sie to dero hiltiu ritun.

Der vollständige Text
sowie eine Abbildung Handschrift
in guter Qualität ist in der Bibliotheca Augustana zu finden.
Ein
Hörbeispiel
gibt es auf der Seite Leseproben
mittelalterlicher Texte der Uni Tübingen
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