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HERRSCHER
- DIE MÄCHTIGEN
Die
Mächtigen waren hauptsächlich adlige Landbesitzer, deren
gewaltiger Reichtum sie über andere erhob. Dazu gehörten
Grafen, Bischöfe und Äbte. Ihr Besitz ermöglichte
es ihnen, entsprechend viele Krieger auszustatten und die tatsächliche
Gewalt in den Händen zu halten.
Das Minimum um zur hohen Gesellschaftsschicht zu gehören, waren
zwölf mansi, damit musste der Freie im Heer als vollausgerüsteter
Reiter erscheinen und ein Panzerkleid mit Schuppen tragen.
Manch ein Großer verfügte über mehr als 4000 Hektar
und zählte so zur allerhöchsten Schicht direkt nach den
Karolingern.
Dazu
kamen die Vasallen des Königs. Im 7. Jahrhundert galt ein Vasall
noch als Freier von niedrigem Rang. Für die zahlreichen Schlachten
der Karolinger wurden aber viele Krieger gebraucht. Diese Krieger
wiederum mussten entsprechend ausgestattet sein, sie brauchten außer
Waffen auch Pferde, damit waren Ställe und Weiden nötig,
Bedienstete, deren Unterhalt...
Zu diesem Zweck
vergab der König Ländereien, die teilweise aus konfiszierten
Kirchengütern stammten. Zur Entschädigung wurde der Kirchenzehnt
eingeführt.
Die Aussicht auf große Benefizien und das damit verbundene
Ansehen ließ den Vasallenstatus auch für Angehörige
der Aristokratie attraktiv werden. Die Königsvasallen leisten
ihre Eide direkt missi dominici. Vor allem in neu unterworfenen
Gebieten wurden die Machthaber auf diese Weise zu Getreuen des Königs.
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