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VITA
1961 in Lübeck geboren, absolvierte ich eine Ausbildung
zur Puppenspielerin am Marionettentheater Fritz Fey. Zur gleichen
Zeit wurde dem Theatergebäude gegenüber das Lübecker
Puppenspielmuseum eingerichtet, so dass zu den vielfältigen
Tätigkeiten auch das Restaurieren von historischen Figuren
gehörte.
Nach einem Engagement bei Gerhards Marionetten in Schwäbisch
Hall und weiterbildenden Seminaren wagte ich den Schritt in die
Selbstständigkeit und gründete 1984 mit Petra Wolfram
das Mimikry Figurentheater. Die Schwerpunkte verlagerten sich, Marionetten
waren längst nicht mehr die einzige Figurenart, die zum Einsatz
kam. Zum Beispiel wurde am Staatstheater Bonn das Schauspiel Wallenstein
inszeniert, in dem eine Gruppe von Puppenspielern 3,50 m hohe Großfiguren
animierte.
Mehrere Inszenierungen mit unterschiedlichen Techniken für
Kinder und Erwachsene sind entstanden. Außerdem nahm ich Regie-
und Inszenierungsaufträge für andere Theater an.
1996 siedelten mein Mann Willi und ich auf eine finnische
Inselgruppe um, nach Aland. Durch Übersetzungsarbeiten an eigenen
Stücken oder für die Touristikbranche nahmen Texte und
Sprache einen immer größeren Raum ein. Besondes deutlich
wurde das bei der Entwicklung des Jugendprojektes Zensur, einem
Freiluftmusical für welches ich unter anderem dramaturgisch
tätig wurde und einige Dialoge schrieb.
Abseits vom Trubel der kleinen Hauptstadt, im Holzhäuschen
mitten im Wald war die Natur allgegenwärtig. Da brauste der
Wind durch die Wipfel und rüttelte am Dach, manchmal setzte
der Strom aus und das Wasser fror regelmäßig ein. Es
blieb nichts anderes übrig, als Holz zu sammeln und Schnee
zu schmelzen, kaum anders, als es unsere Vorfahren taten.
In einer solchen Umgebung fiel es nicht schwer, sich in alte Zeiten
zu versetzen, und ich begann, mich mit dem Leben der Menschen in
früheren Zeiten zu beschäftigen. So war die Grundlage
zu einem historischen Roman geschaffen.
Seit 2000 leben wir wieder in Deutschland.
Ich konnte die Recherche vertiefen, sodass mein erster Roman
"Das Erbe des Puppenspielers" August 2003 bei
Heyne erschienen ist.
In
Deutschland fühlt sich das Leben schneller an als in den einsamen
Wäldern. Vielleicht hat sich deshalb das Thema Zeit so sehr
aufgedrängt, das es zur Grundlage meines zweiten Romanes wurde.
"Der Stundensammler" beschäftigt sich mit
den Dramen um die Geburtsstunde der Taschenuhr und erschien ebenfalls
bei Heyne Januar 2006.
Im Juli 2009 folgte der dritte historische Roman, dieses mal bei Rowohlt:
"Das Lied des Glockenspielers" ist ein Roman über das Zuhören und die Verführungsmacht der Musik.
Schauplatz ist Lübeck im 17. Jahrhundert, die sieben Türme, der Hafen, enge
Backsteingassen, das Gewölbe über der Marienkirche, die Orgel, das Totentanzgemälde ...
Übrigens
hat schon mein Urgroßvater einen Lübeckroman geschrieben,
der alle paar Jahre neu aufgelegt wird: Der
Gangbutscher von Max Metzger
Inzwischen widme ich mich bereits wieder der Recherche zu einem neuen Thema. Es wird ein Theaterroman werden, mehr mag ich noch nicht verraten. |