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Im Winter 769/770 wird Karl durch seine Friedelehefrau Himiltrud mit einem Sohn beschenkt, der allerdings einen Geburtsfehler hat und bucklig ist. Dieser wurde nach dem Großvater Pippin genannt, später Pippin der Bucklige. Ein wichtiges Ereignis, denn damit wurde die Erblinie gesichert und die Stellung gegenüber dem Bruder gestärkt.
Doch kurz darauf 770 schenkt Karlmanns Gattin Gerberga ihrem Ehemann ebenfalls einen Sohn, den man genauso Pippin nennt.
Beide Brüder wollen also die Vorherrschaft im Frankenreich für ihre Dynastie erreichen.

Die Mutter der Brüder, Bertrada reist, um zu vermitteln zu Karlmann nach Selz und zu Herzog Tassilo III. von Bayern. Sie möchte eine verwandtschaftliche Verbindung zwischen den vier großen Reichen schaffen, welche auch die persönlichen Unstimmigkeiten glätten soll. Karlmann und der Vetter Tassilo sind bereits jeweils mit einer langobardischen Prinzessin verheiratet. So gewinnt Bertrada den langobardischen König Desiderius, eine weitere Tochter für Karl in die Familie zu geben. Desiderius wünscht seinerseits die Vermählung seines Sohnes Adelchis mit Karls 13-jähriger Schwester Gisela, welche aber nicht zustande kam.
Karl ist einverstanden. Trotz der beschwörenden Warnungen aus Rom vor "dem treulosen und stinkenden Volk der Langobarden" verstößt er Himiltrud und nimmt die Langobardentochter zur Frau, dieses mal in einer rechtmäßigen Muntehe.

Allerdings hatte Bertrada in den Verhandlungen einer Rückgewinnung der bayrischen Autonomie zugestimmt, was Karl als Fehlentwicklung ansieht.
Desiderius übt unterdessen Druck auf Papst Stephan III aus und erwirkt, dass die frankenfreundliche Partei in Rom ausgeschaltet wird.
Dies nimmt Karl zum Anlass die Langobardin kaum ein Jahr nach der Heirat zu verstoßen.

Militärische Feindseligkeiten zwischen Karlmann, der ja ein Schwiegersohn von Desiderius ist und Karl stehen kurz bevor.

 

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