772 Fenster schließen 

Im Winter 771 / 772 heiratet Karl Hildegard, die Tochter eines fränkischen Adeligen.

Im Sommer 772 unternimmt Karl seinen ersten Feldzug gegen die heidnischen Sachsen. In den Reichsannalen werden die darauf folgenden Kämpfe als "der langwierigste und anstrengendste Krieg des fränkischen Volkes" beschrieben.

Karl erobert die Eresburg,
die mächtige Festungsanlage der Sachsen im Grenzbereich an der wichtigen Nord-Süd-Verbindung. Möglicherweise war der Eresberg gleichzeitig eine wichtige Kultstätte.

Um das Heidentum zu bekämpfen zerstört Karl die Irminsul in der Nähe der Burg. Das war ein großer und heiliger Baumstamm, Sinnbild des Weltbaumes, benannt nach dem Kriegsgott Irmin. Die Irminsul (Irmansûl, Yrmensûl, Ermensul, ahd. „alles tragende Säule”, Irminsäule), war ein germanisches Heiligtum, welches die Verbindung des Himmels mit der Erde symbolisierte. Wenn diese Verbindung unterbrochen ist, gerate die Welt ins Wanken. Die Irminsul wird daher als sächsische Entsprechung der eddischen Yggdrasil betrachtet.

Bis zur oberen Weser dringt Karl bei diesem Feldzug vor, unterwirft die Stämme und lässt sich Geiseln stellen.

 
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