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Kurzinszenierungen

Mikrotheater in der Natur
Mittelalteriches Kurzdrama
Kurzprogramm für Erwachsene
Kurzprogramm für Erwachsene

 

Open-Air-Kurzprogramm – entstanden im Gemeinschaftsprojekt Ameisenstraße von Mitgliedern des fredak-mv (Landesverband Freie Darstellende Künste MV)
 
Mikrotheater am Wegesrand – zwischen Kunst und Natur
Entdeckungen aus der Perspektive unserer kleinen Tier- und Pflanzenwelt


Das Figurentheater Winter hat sich dazu mit einem meist unterirdischen Natur-Phänomen befasst:
„Mycelium“
Mykorrhiza – die Verbindung zwischen Pilz-Mycel und Baumwurzel

In dieser Inszenierung begegnen sich ein Sommersteinpilz und eine Eiche, beide noch Single.
Vorsichtig tasten sie sich an die jeweils andere Lebensform heran, bis es schließlich zur Symbiose kommt und das unsichtbare Netz unter der Erde kurz für alle sichtbar wird.

 
Das Stück dauert ca. 15 Min. und kann mehrmals hintereinander gespielt werden. Wir brauchen weder Bühne noch Stromanschluss, sondern nur ein schönes Plätzchen in der Natur, gutes Wetter und natürlich Publikum.
 


Hintergrund:

Die Ruhe im Wald täuscht, denn im Boden herrscht eine ständige, betriebsame Kommunikation, die wir weder sehen noch hören können. Der Transfer geschieht zum großen Teil über Pilze, die im Untergrund ein Geflecht aus kilometerweiten Fäden spinnen.
Das Mycel umwächst und durchdringt die Baumwurzeln. Es liefert Nährstoffe wie Phosphor und Stickstoff. Es schützt den Baum vor Schadstoffen, in dem es sie aus dem Wasser filtert und in seinen Fruchtkörpern speichert (welche dann in unserem Pilzragout landen).
Außerdem vernetzt es den Baum mit allen anderen und gibt Nachrichten weiter, indem es etwa vor Trockenheit und Schädlingen warnt – ein unermüdliches wood-wide-web.
Im Gegenzug verlangt das Mycel Zucker aus der Photosynthese des Baumes für sein eigenes Wachstum.
Und wenn der Baum einst stirbt, nehmen die Pilze ihn ganz.
 

Gesamtkonzept: Jana Sonnenberg
Inszenierung / Text / Ausstattung / Spiel:  Maren & Willi Winter
Die PREMIERE fand am 17. 05. 2024 im Tannenkamp bei Wolgast statt, seither folgten weitere Vorstellungen in verschiedenen Wäldern und Parks.
Gefördert vom Fonds Darstellende Künste aus Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien im Rahmen von NEUSTART KULTUR,
sowie vom Ministerium für Wissenschaft, Kultur, Bundes- und Europaangelegenheiten M-V

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15 Min. Kurzprogramm – entstanden in der Gemeinschaftsproduktion BROT & SALZ
von Mitgliedern des fredak-mv (Landesverband Freie Darstellende Künste MV)

Historische Personen aus Deutschlands Norden werden in einem performativen Stationen-Theater einem (wandernden) Publikum erfahrbar gemacht. Die Bespielung „besonderer Orte“ und Leerstände gehört  zum Konzept.

Das Figurentheater Winter hat dazu ein amüsantes Kurz-Drama inszeniert
„Heiratskomplott im Hause Carlow“
eine historische Begebenheit aus dem Nachbardorf.

Inhalt der Inszenierung:
Der „Raubritter“ Hermann II von Karlow (heute Carlow) wurde 1386 erstmals urkundlich genannt.
Zu seinen Lebzeiten wurden Ritterdienste zunehmend von Söldnern übernommen und die Kaufleute leisteten sich bezahlte Wehrbegleitung um den althergebrachten Wegezöllen zu entgehen.
Hermann von Carlow zehrte nur noch von den Abgaben aus seinen Ländereien. Als gelernter Kämpfer fehlten ihm jedoch Umsicht und auch das Geld, diese in Ordnung zu halten. Allmählich verwahrloste der gesamte Besitz.

Ein Ausweg schien die Heirat seiner Schwester Ricardis mit dem einflussreichen Geschlecht derer von Bülow zu sein. Für die nötige Mitgift fehlten allerdings ebenfalls die Mittel …
In dem Kurztheaterstück wird gezeigt, wie das Problem damals mit ein wenig Umdenken und List gelöst wurde.

Historisch:
Während Ricardis in der Familie Bülow neuen Zeiten entgegen sah, blieb Hermann den Traditionen verhaftet, errichtete eine Burg, kontrollierte von dort aus die Warenzüge der Kaufleute und nahm mit Gewalt, was ihm seiner Meinung nach zustand. Bei einem Rachefeldzug der Lübecker wurde Hermann zwischen 1400 und 1418 bei Schönberg erschlagen. Sein Sohn errichtete ihm einen Sühnestein, der heute vor der Schönberger Kirche steht. (Die Abbildung zeigt einen Ausschnitt des Steins mit dem knieenden Hermann II von Carlow.)

Gesamtkonzept / Regie: Jana Sonnenberg
Inszenierung / Text / Ausstattung / Spiel:  Maren & Willi Winter
Die PREMIERE fand am 11. 09. 2023 in Wolgast statt,  seither folgten weitere Vorstellungen an verschiedenen Orten.
Gefördert vom Fonds Darstellende Künste aus Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.

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15 Min. Kurzprogramm – entstanden in der Gemeinschaftsproduktion SAGENHAFT
von Mitgliedern des fredak-mv (Landesverband Freie Darstellende Künste MV)

Geschichten aus dem Norden, nah am Wasser erzählt und gespielt
So unterschiedlich die Bühnen – so verschieden die Geschichten. Kurz, knapp, deftig, heftig, musikalisch, tragisch, komisch … mit allem, was ein Koffer, eine Tasche, ein Hut … zu bieten hat. 

Das Figurentheater Winter ist mit dem Kurz-Drama
„Die Mordmühle“ dabei, eine Sage, die sich einst im Nachbardorf ereignet haben soll.

Inhalt Mordmühle: Die Müllersleute in Neschow sind arm. An ihrer Mühle ziehen regelmäßig reiche Kaufleute vorbei, so beschließen die beiden , ein Fremdenzimmer für die Reisenden zu vermieten.
Das Bett bereiten sie auf der Klappe, von der aus normalerweise die Säcke in den Keller rutschen. Irgendwann zieht ein Gast am falschen Seil, stürzt in die Tiefe und stirbt. Die Müllersleute vertuschen seinen Tod, sein Geld aber behalten sie. Auf diese Weise entwickelt sich das Fremdenzimmer zu einem lukrativen  Geschäft.
Eines Tages mietet sich ein junger Mann in der Mühle ein. Auch ihn ereilt das Schicksal seiner Vorgänger.  Doch als die Müllersleute ihn ausrauben wollen, erkennen sie in ihm den lang vermissten Sohn …

Idee: Team |Regie: Professor Hans-Jochen Menzel |Bühne: Stefan Rätsch |Spiel:  Immer wer Zeit hat
Premiere 25. 08. 2015 Open Air in Rerik,  seither mehere Vorstellungen im Jahr.
Gefördert vom Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur des Landes MV.

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15 Min. Kurzprogramm  – entstanden in der Gemeinschaftsproduktion MeerLiebe

Zum zweiten Mal haben sich Mitglieder des fredak-mv (Freie Darstellende Künste – Landesverband MV)  für eine Gemeinschaftsinszenierung zusammengefunden. Jede Bühne trägt eine Szene zum Thema bei und die Rahmenhandlung fasst alles zusammen.

Der Beitrag des Figurentheaters Winter hierzu ist u. a. die theatralische Umsetzung der Kurzgeschichte
Das Nebelhorn
mit Schauspiel und Großfigur inspiriert von Ray Bradbury.

Inhalt Nebelhorn: Ein Urwesen wandert jahrelang durch die Meere auf der Suche nach seinesgleichen. Doch es gibt keinen mehr – nirgends.
Als es sich zum Sterben in den Schlamm gleiten lässt, hört es von weit einen Laut, wie es ihn selbst oft ausgestoßen hat und der immer ohne Antwort verhallte – den Laut des Nebelhorns. Das Wesen wühlt sich aus dem Schlamm, steigt auf und sieht im Dunst die Silhouette des Leuchtturms auf der Klippe.
Das Nebelhorn ruft; das Urwesen setzt sich in Bewegung, um den endlich gefundenen Gefährten zu umarmen –
und stürzt mit dem Leuchtturm ins Meer.

Idee: Team | Regie: Marcus Staiger | Bühne: Stefan Rätsch | Spiel: Immer wer Zeit hat
Premiere  29. 06. 2019 in Rostock, weitere Spieltermine folgten.
Gefördert vom Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur des Landes MV.

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